Deutschland-Cup der Vorderladerflinten-Schützen 2012

09.10.12 2:55

Sieger beim Deutschland-Cup der Vorderladerflinten-Schützen 2012
Hessen-Team als Gesamtsieger
 v.l. Jürgen Köhler, Hansjörg Obenauer, Johannes Männchen, Gerhard Lang, Günter Kühlwein / Peter Bacso (Assistent) u. Martin Seder (Ausrichter)

Die private Schießanlage im kleinen Flecken Hoerabach bei Straubing ist seit langem Trainingsstützpunkt der bayerischen Vorderladerflintenschützen und durch seine alljährlichen Turniere international wohl bekannt. Hoerabach war vom 05. bis 07. Oktober, nun schon zum zweiten Mal, Austragungsort für den Flinten-D-Cup. Hierzu fanden sich 23 Schwarzpulver-Schützen aus 6 Landesverbänden mit ihren Steinschloss- und Perkussionsflinten ein. Auch etliche Frauen kamen zur Unterstützung ihrer Männer gerne mit nach Bayern.

Zum Auftakt wurde bei schönstem Herbstwetter am Freitag, mit der Disziplin Steinschlossflinte, der nationale Schwarzpulver-Wettkampf eröffnet. Leonhard Brader, Vorderlader-Referent des gastgebenden Landesverbandes, ließ es sich trotz randvollem Terminkalender nicht nehmen, am Abend die angereisten Schützenfreunde persönlich zu begrüßen.

Am Samstagvormittag wurde rasch der Wettkampf Steinschlossflinte abgeschlossen und die Akteure wendeten sich – bei wiederum optimalen Witterungsbedingungen – dem Wettkampf mit der Perkussionsflinte zu. Abends folgte im Hotel Schmid in Wolferszell das Schützen-Bankett. Angeboten wurde ein mehrgängiges, reichhaltiges und wohlschmeckendes Menü mit typisch bayerischen Köstlichkeiten vom Buffet. Umrahmt wurde die Veranstaltung von den „Rathaus Musikanten“ aus Wiesenfelden, unter Mitwirkung des Schützenkameraden Reinhold Lanzinger. Nach erster Stärkung nahm Martin Seder die Siegerehrung für den abgeschlossenen Wettkampfteil Steinschlossflinte vor.

Hier siegte in der Einzelwertung der erfolgreichste deutsche Nationalkaderschütze Franz Lotspeich (WSV) mit 42 Treffern. Er durfte einen Wanderpokal und eine Goldmedaille in Empfang nehmen.
Den 2. Platz belegte mit 41 Treffern der Organisator Martin Seder (BSSV) selbst.
Mit 40 Treffern erkämpfte sich im Stechen Kaderdebütant Frank Waidner die Bronzemedaille, vor den treffergleichen Schützen Ansgar Kösters (NWDS) und dem erfahrenen Hessen Gerhard Lang.
Roland Robben (NWDS) belegte mit 39 Treffern den 6. Rang.

Ungeachtet der langen Anreisestrecke siegte in der Mannschaftswertung das Team des Nordwestdeutschen Schützenbundes mit den Schützen Kösters, Robben und Schulze und 117 getroffenen Wurfscheiben. Auf Rang zwei folgte mit 107 Treffern das Hessen-Team (Lang, Köhler und Obenauer). Die Akteure Lotspeich, Laidig, Ludwig vom Württembergischen Schützenverband belegten den 3. Platz mit 103 Treffern. Auf den abendlichen Genuss bayerischer Köstlichkeiten folgte eine teils kurze Nacht.

Mit der Perkussionsflinte wurde Sonntagfrüh – zum Entsetzen aller noch beteiligten Schützen – bei unfreundlichem Regenwetter der Wettkampf fortgesetzt. Am Ende aller Wertungsdurchgänge waren 5 Schützen mit 47 getroffenen Scheiben treffergleich. Nur Frank Waidner (BSV) mit 48 Treffern stand als Sieger fest und durfte als Vorjahressieger den Wanderpokal gleich behalten.

Um die Plätze 2 bis 6 musste gestochen werden. Hierbei blieb einzig der Württemberger Franz Lotspeich fehlerfrei und wurde so Gewinner der Silbermedaille. Gerhard Lang aus Hessen gewann die Bronzemedaille. Mit Hansjörg Obenauer sicherte sich ein weiterer Hesse den 4. Platz. Der aktuelle Weltmeister, Armin Grübl, musste sich trotz Heimvorteil mit dem fünften Platz begnügen. Wohl wegen der Doppelbelastung als Schütze und Ausrichter reichte es für Martin Seder dann leider nur noch zum 6. Platz.

Die Mannschaft des Hessischen Schützenverbandes mit den Schützen Obenauer, Kühlwein und Männchen wurde Sieger im Wettkampf Perkussionsflinte mit starken 139 Treffern. Auf dem 2. Platz folgten die Schützen Waidner, Dupont und Lichtenfels vom Badischen Sportschützenverband mit 134 getroffenen Wurfscheiben. Gastgeber Bayern – Seder, Bacso und Wallner – belegte mit 131 Treffern den 3. Platz.

Sieger und Pokalgewinner in der D-Cup-Gesamtwertung wurden die Schützen des Hessischen Schützenverbandes mit insgesamt 246 Punkten. Auf Platz zwei folgte mit 234 Gesamttreffern das Team des Nordwestdeutschen Schützenbundes (Kösters, Robben und Schulte). Die Württemberger Schützen – Lotspeich, Laidig, Ludwig  – landeten mit nur einem einzigen Treffer Rückstand auf dem 3. Platz. Mit 230 getroffenen Scheiben belegte das Baden-Team den 4. Platz. Gastgeber Bayern sammelte 228 Trefferpunkte und musste sich mit dem 5. Platz begnügen.

Bester Einzelschütze war Franz Lotspeich mit 89 Treffern dicht gefolgt von Martin Seder und Frank Waidner, beide mit 88 Treffern.

Fazit:
Bayern war erneut ein perfekter Gastgeber!

Aus Sicht aller Vorderlader-Flintenschützen darf dieser Wettkampf als voller Erfolg gewertet werden.
Dem Organisator Martin Seder gebührt hierfür Dank und Anerkennung!
Nicht nur Erfahrungen wurden ausgetauscht, auch die eine oder andere Flinte wechselte ihren Besitzer. Begleitet von vielen positiven Eindrücken traten alle Teilnehmer am frühen Sonntagnachmittag wieder ihre Heimreise an. Einer Wiederholung sehen alle Beteiligten gerne positiv entgegen. Hoerabach wir kommen wieder!

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