Delegierte und Gäste erlebten harmonischen badischen Landesschützentag

03.06.19 11:20

DSB- und Verbandsgeehrte zusammen mit den Präsidenten Hans-Heinrich von Schönfels und Roland H. Wittmer

 

Empfang bei Bürgermeister Jürgen Kappenstein im Rathaus der Gemeinde Ketsch bildete am 24. Mai den Auftakt zum diesjährigen Landesschützentag des Badischen Sportschützenverbandes. Festakt mit Feierstunde war am Vormittag des 25. Mai in der Rheinhalle zu Ketsch der gesellschaftliche Höhepunkt dieser Großveranstaltung der badischen Sportschützen.

65. Ordentliche Delegiertenversammlung mit einmütigem Votum für die erfolgreiche Ehrenamtsarbeit der Verbandsführung.

Das Präsidium des Badischen Sportschützenverbandes und Ehrengäste waren am Vortrag des Landesschützentages der Einladung von Bürgermeister Jürgen Kappenstein in den Ratssaal gefolgt, wobei der Hausherr in seiner Begrüßungsansprache sowohl in der Historie seiner Gemeinde blätterte und zugleich auch auf aktuelle Themen und Vorhaben von Ketsch zu sprechen kam.

Nach einem kleinen Empfang von Ehrengästen des Badischen Sportschützenverbandes im Foyer der Rheinhalle erwartete die Teilnehmer dieses 65. Landesschützentages, eine in schießsportlichem Stil dekorierte Tagungsstätte. Dabei übernahm der Musikverein Ketsch den musikalischen Part zum feierlichen Einmarsch des Präsidiums und den nachfolgenden 50 Fahnen- und Standartenabordnungen.

In seiner Gruß- und Festansprache hieß Landesschützenmeister Roland H. Wittmer den Präsi-denten des Deutschen Schützenbundes Hans-Heinrich von Schönfels, mehrere Vorsitzende aus befreundeten Schießsport-Landesverbänden sowie zahlreiche Ehrenmitglieder des gastgebenden Badischen Sportschützenverbandes willkommen (siehe beiliegende Auflistung), um alsdann mit einigen "Tops and News" aufzuwarten. Die nachfolgende Rede von DSB-Präsident Hans-Heinrich von Schönfels hatte unter anderem derzeit aktuelle Themen wie Finanzen, das Waffenrecht und den Bundestützpunkt für das Sportschießen Wiesbaden-Frankfurt zum Inhalt.

Mit recht einfühlsamen Worten führte alsdann der 1. stellvertretende Landesschützenmeister Bruno Winkler das Wirken der in den zurückliegenden Monaten verstorbenen Schützenschwestern und -brüder vor Augen, wozu sich alle Anwesenden von ihren Plätzen erhoben hatten. Mit Ehrungen für langjährige Verdienste im Ehrenamt sowie der Auszeichnung von Vereinen und Sportschützenkreisen mit dem im Vorjahr kreierten Jugend-Förderpreis (siehe beigefügte Auflistung) setzte sich das Programm des Festaktes fort. Danach übergab Frank Eckert, Leiter des Schul- und Sportamtes der Stadt Bruchsal an Bürgermeister Jürgen Kappenstein die Traditionsfahne des Badischen Sportschützenverbandes, die nun für zwei Jahre - bis zum nächsten Landesschützentag 2021 in Angelbach - in der Gemeinde Ketsch verbleibt.

Nach musikalischem Ausmarsch, wozu das Badnerlied gesungen wurde, trafen sich Gäste und Gastgeber beim nebenan stattfindenden Maifest der Gemeinde, während sich seitlich davon - in gebührendem Abstand versteht sich - die Böllerschützen zum obligaten Ehren-Salut in Stellung brachten.

Der Nachmittag stand für die badischen Sportschützen alsdann im Zeichen ihrer 65. Ordentlichen Delegiertenversammlung, deren Hauptthemen in abzugebenden Arbeits- und damit Tätigkeitsberichten der Verbands-Vorstandsmitglieder, sowie in einer richtungsweisenden Satzungsänderung und Neuwahlen in das Präsidium des Landesverbandes lagen. Im Tätigkeitsbericht des Landesschützenmeisters erwähnte dieser Sparmaßnahmen, die man getroffen habe. Auch sei im Mitgliederverwaltungsprogramm zeitnah eine Realisierung angestrebt. Und was Wettkampfstätten für Meisterschaften angeht, so seien neue Austragungsorte mit elektronisch bestückten Schießständen nominiert worden. Auch seien an Vereine ergangene Auflagen in Sachen Schießstandangelegenheiten weitestgehend behoben. In seinem weiteren Report sprach der Landesschützenmeister Themen wie Öffentlichkeits- und Jugendarbeit, ferner Jugendgewinnung und die aktuelle Situation am Landesleistungszentrum Pforzheim an. Auf Probleme der kommenden Zeit, was insbesondere das Waffenrecht angeht, sei die Politik gefordert, nämlich den Sportschützen den ihnen gebührenden Freiraum einzuräumen. Landeschatzmeister Lothar Boos informierte über die finanzielle Lage des Landesverbandes, verwies auf eine solide Finanzlage und erhielt für seine Ehrenamtsarbeit lobende Worte von Rechnungsprüfer Manfred Sauer.

Alle weiteren Berichte von Sport- und Jugendleiter sowie Jugendsprecher, Damenleiterin, Schulungsleiter und Pressereferent lagen schriftlich vor und fanden einhellige Zustimmung, sodaß eine in der Tagesordnung enthaltene Aussprache über die Berichte entfiel.

Einstimmig votierten, wobei sich Ehren-Oberschützenmeister Manfred Sauer vom SSV Dielheim zum Sprecher machte, die anwesenden Vereinsvertreter für die Entlastung der Verbandsvorstandschaft. Und ebenso einstimmig verabschiedeten die Vereinsvertreter die von Landeschriftführer Reinhard Zahn vorgetragene Satzungsänderung.

Und was die danach durchzuführenden Neuwahlen in das Präsidium des Landesverbandes angeht, so ergaben sich folgende Besetzungen:
1. stellvertretender Landesschützenmeister - nach Satzungsänderung 1. Vizepräsident - Bruno Winkler, Heidelberg
Landesschatzmeister Lothar Boos, Mannheim-Seckenheim
Landesdamenleiterin Sandra Fischer, Waldbrunn
Landesjugendleiter Dominic Merz, Karlsruhe- Knielingen
technischder Beirat Dominik Schmidt, Ketsch
Mitglieder des Schlichtungsausschusses Reinold Erhard, Pforzheim und Harald Zahn, Wiesloch
Rechnungsprüfer Sabine Gamer, Karlsdorf
Ersatz-Rechnungsprüfer Heinz Treiber, Heidelberg-Wieblingen.

Kurzinformationen waren Inhalte des abschließenden Tagesordnungspunkte Allgemeines/Verschiedenes dieses, wahrlich harmonischen neuerlichen Landesschützentages in Ketsch.


Georg Mülbaier

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